Schrittweise Öffnung der Werkstatt für behinderte Menschen

Das Land Sachsen – Anhalt hat am 12.05.2020 mit der ersten Änderung der Fünften SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung über eine Lockerung des Betretungsverbotes in Werkstätten für Menschen mit Behinderung entschieden. Ab 18.05.2020 dürfen bis zu 25 % der Werkstattbeschäftigten ihre Tätigkeit in der WfbM wieder aufnehmen. Dies soll und muss unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln (mindestens 1,5 m) und aller weiteren Corona-Arbeitsschutzstandards erfolgen und es gilt für alle Beschäftigten das Freiwilligkeitsprinzip. Im Vorfeld der schrittweisen Wiederöffnung mussten sorgfältig die verschiedensten Kriterien (Alter, Risikogruppen, soziale Komponenten, andere Dringlichkeiten unserer Beschäftigten) geprüft und viele Telefonate geführt werden.
In der Werkstatt selbst wurden viele Arbeitsbereiche so eingerichtet/umgebaut, dass wir den Beschäftigten ein höchstmögliches Maß an Sicherheit und Schutz bieten können. Unter den jetzigen strengen Auflagen ist es jedoch aber nur für einen eng begrenzten Personenkreis möglich.

Mit Inkrafttreten der Sechsten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung gültig ab 28.05.2020 wurde das Betretungs- und Beschäftigungsverbot für Menschen mit Behinderung aufgehoben. Dem Grunde nach darf in allen WfbM, Tagesförderstätten und vergleichbaren und ambulanten Leistungsangeboten der Eingliederungshilfe wieder eine Betreuung und Beschäftigung für leistungsberechtigte Menschen mit Behinderung unter bestimmten Voraussetzungen angeboten werden (vgl. auch § 10 Abs. 2 der 6. SARS-CoV-2-EindV):
Bis zum 14.06.2020 maximale Beschäftigtenzahl in Höhe von 25 % zzgl. der Leistungsberechtigten auf ausgelagerten Arbeitsplätzen und jener in Notbetreuung, ab dem 15.06.2020  wird die Beschäftigtenzahl auf 50 % erhöht zzgl. ausgelagerter Arbeitsplätze und Notbetreuung
Freiwilliges Beschäftigungsangebot
- Mindestabstand zwischen den Arbeitsplätzen von 1,5 Metern
- Bildung von verkleinerten Kohorten in den Arbeitsgruppen mit Unterteilung nach Wohnformen und Reduzierung der Kontakte
- Vorhalten eines Nutzungs- und Wegeplans für Gemeinschaftsräume und gemeinschaftlich genutzte Wege
- Mindestabstand von 2 Metern bei der Speiseeinnahme
- Aktualisiertes Infektionsschutzkonzept.

Für alle Beschäftigten, die noch nicht wieder in ihre Arbeitsbereiche zurückkehren können, gibt es Hilfen und Unterstützungsangebote per Telefon über den begleitenden Dienst und über die Gruppenleiter. Unsere Wohnheimbewohner erhalten in den Einrichtungen kreative und sportliche Angebote, so dass keine Langweile aufkommt.